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Pfahlbaumuseum | Lüscherz

Das Museum beherbergt und zeigt die eindrückliche Sammlung von Hans Iseli. Hans Iseli begann schon mit 10 Jahren Pfahlbau-Funde zu sammeln und hat in 60 Jahren mehr als 10'000 Artefakte aus Stein, Silex, Knochen, Geweih und Ton zusammengetragen. 1995 konnte sein seit langem gehegter Wunsch nach einem Pfahlbaumuseum in Lüscherz in Erfüllung gehen. 

Die Ausstellung im Untergeschoss des Gemeindehauses von Lüscherz gibt einen Einblick in das Leben der frühen Bauerngesellschaften am Bielersee zwischen etwa 4000 und 800 v. Chr. Dazu werden folgende Themen behandelt:

Die Pegelabsenkung der Juragewässer-Korrektion führt zu einer ständig fortschreitenden Erosion und Zerstörung der jahrtausendealten Siedlungsruinen. Die Strandplatte des Bielersees – so auch diejenige von Lüscherz – ist im Laufe der Jahrtausende immer wieder besiedelt worden. Das prähistorische Handwerk wird anhand der Herstellung von Keramik-Gefässen und Textilien beleuchtet. Die Dendrochronologie ermöglicht im Idealfall die jahrgenaue Datierung der einzelnen Bauhölzer. Und die baulichen Überreste der jungsteinzeitlichen Siedlungen erlauben einen Einblick in die Bauweise(Konstruktion der Häuser), die Dorfanlage und ihre Baugeschichte. Die Beschaffung der Nahrungsmittel beanspruchte die meiste Zeit: Ackerbau- und Viehhaltung wurden durch das Sammeln wilder Pflanzen sowie Jagd (Säugetiere und Vögel) und Fischfangergänzt. Bestimmte Fundgegenstände oder Rohmaterialien stammen aus weit entfernten Gebieten; ihr Import zeigt die grossräumigen Kontakte unter den Bevölkerungsgruppen des 4. bis 1. Jahrtausends v.Chr. Gräber und Kultplätze gewähren uns Einblick in das geistige Leben der frühen Bauern; Schmuck-Anhänger hatten wohl auch Amulett-Charakter; Hortfunde sind Opfergaben oder Versteckfunde. 
Die Zeittafel fixiert einige kulturgeschichtlich wichtige Daten unserer Region im Vergleich mit den Kulturen des Mittelmeerraumes.

Adresse: 

Gemeindehaus/Post 

2576
Lüscherz
Telefon: 
079 219 48 38
Mail: 
spete@bluewin.ch
Angebot: 

Gerne öffnen wir das Museum auch ausserhalb dieser Zeiten für Gruppen 
und Schulklassen (Auskunft über Tel. 079 219 48 38, Stephan Pete).

Der Eintritt ist frei. Freiwilliger Beitrag ist erwünscht

Ein 40-seitiger Ausstellungsführer über alle Themen des Museums ist für Fr. 5.- erhältlich, in deutsch und französisch.

Öffnungszeiten: 

Juni bis Oktober: 1. und 3. Sonntag im Monat, 14 Uhr bis 17 Uhr

Während den Öffnungszeiten der Gemeineverwaltung:
Montag, Mittwoch, Donnerstag: 10.00 - 12.00 Uhr
Dienstag: 10.00 - 12.00 Uhr und 15.00 - 18.00 Uhr