Isa Genzken

23.02.2019 – 05.05.2019

Isa Genzken (*1948, Bad Oldesloe) vermag mit der Vielfalt ihres Schaffens immer wieder zu überraschen. Die Künstlerin hat seit den 1970er Jahren in ihrer Arbeit verblüffende Wandlungen vollzogen und zugleich ein konsequentes Werk entwickelt. Ihre Praxis umfasst Fotografie, Film, Malerei und Arbeiten auf Papier, im Zentrum ihres Schaffens steht jedoch das Interesse am Potential von Skulptur, an den skulpturalen Aspekten von Architektur und Dingen. Wie beeinflussen Architektur, Design und Kunstwerke eine Umgebung, wie prägen sie die eigene Selbstwahrnehmung? Es handelt sich um Fragen nach der Beziehung zwischen dem Individuum und der Welt, denen sie etwa in den zahlreichen Arbeiten, die das Fenster als Motiv aufgreifen, Ausdruck verleiht. Genzkens Arbeiten können klein und modellhaft sein oder monumentale Dimensionen annehmen, wenn es sich um Werke für den öffentlichen Raum handelt. Skulpturen, die im Innenraum funktionieren, lassen sich oft in der Vorstellungskraft der Betrachter*innen vergrössert denken.

Genzken ist mit der Zeit gegangen und hat gleichzeitig ein ganz erstaunlich eigenständiges Werk entwickelt, eine Haltung, die dazu führte, dass sie einen kaum zu unterschätzenden Einfluss auf jüngere Künstler*innen ausübt. Im Video «Warum ich keine Interviews gebe» von 2003 befragt der Künstler Kai Althoff Genzken zu dem von ihr formulierten Anspruch, ihre Arbeit solle «modern» sein. Hat die Künstlerin in ihren Anfängen noch die Moderne und ihre Ausläufer reflektiert, verweist der Begriff in Bezug auf ihre gegenwärtige Arbeit eher darauf, wie zeitlos diese wirkt.

Die Ausstellung in der Kunsthalle Bern konzentriert sich auf eine Präsentation von Modellen ihrer Projekte für den Aussenraum, die um eine Auswahl mit diesen korrespondierender Video-Arbeiten, Malereien und Skulpturen erweitert wird.

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Bild: Isa Genzken, Untitled, 2018
, Courtesy Galerie Buchholz, Cologne / Berlin / New York, © 2018, ProLitteris, Zurich

Eine Ausstellung/Veranstaltung von:

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