La Folie en Tête

08.06.2018 – 29.03.2019

Heute können die Arbeiten, die in der Sammlung Morgenthaler vereint sind, von unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden: Sie können als Art brut, als Kunstrichtung klassifiziert werden und damit im Kunstmarkt integriert werden oder sie können als individueller Ausdruck von Menschen betrachtet werden, die ihr Leben in einer Anstalt verbracht hatten und in dieser Lebenssituation das Zeichnen und Gestalten als Ausdruck ihrer intimen Erlebnisse und Erfahrensweisen verwendet hatten. Beides macht diesen Schatz an gestalterischem Geist öffentlich. Das Besondere an der Sammlung, die Walter Morgenthaler angelegt hatte, ist der enge Bezug des gestaltenden Menschen zum Werk, das im Rahmen ihrer psychischen Verfassung entstanden ist.

Heinz Lauener: «Ich bin immer voller neuer Ideen. Nach Häusern, Flugzeugen, Automobilen aus verschiedensten Materialien folgten menschliche Figuren. Meine erste Liebe habe ich aus Sperrholz dargestellt und kräftig bemalt. Manchmal versuche ich, Altes und Neues zu kombinieren oder auf den Wandel in der Umgebung aufmerksam zu machen. Auch Erinnerungen verarbeite ich auf diese Weise. Aber oft sind es auch reine Fantasiemaschinen. Oder menschliche Figuren, die, während ich Menschen auf der Strasse beobachte, in mir Gestalt annehmen».

La Folie en Tête – Flyer zur Ausstellung.pdf

Mehr zu Ausstellung und Museum

8. Juni bis 29. März 2019, Psychiatrie-Museum Bern

Eine Ausstellung/Veranstaltung von:

psychiatrie-museum-bern

Ausstellungen