Lose Enden

27.03.2021 – 16.05.2021

Ein deutscher Kommunist schrieb vor einem halben Jahrhundert auf die Leinwand: «Hört auf zu malen!». Er hörte aber zum Glück nicht auf sich. Sein Sprechbild verhallte nicht im Leeren, es wurde zum geflügelten Wort einer sich nicht erfüllenden Prophezeiung. Das ungebrochene Leben der Malerei ärgert bis heute jene, die ihr Marktnähe und Rückständigkeit vorwerfen. Aber tritt sie auf der Stelle? Nein, Künstlerinnen und Künstler lassen nicht locker, sie begegnen ihrer aufgeladenen Geschichte und ihrem ambivalenten Ruf immer wieder neu und erweitern die Möglichkeiten dessen, was Malerei sein könnte. Die in der Ausstellung «Lose Enden» versammelten Künstlerinnen und Künstler schreiben Linien der Malereigeschichte fort, ohne sich unbedingt als Malerinnen und Maler zu verstehen. Ihre Unterscheidungen drücken sich weniger in Gesten des Zögerns und der Skepsis aus, wie es vorhergehende Generationen zu ihrem Bewegungsrahmen erklärten. Etwas hat sich verändert....

Mit Werken von: Mitchell Anderson, Tina Braegger, Leidy Churchman, Paul Czerlitzki, Georgia Gardner Gray, Julia Haller, Annina Matter / Urs Zahn, Yoan Mudry, Vera Palme, Elif Saydam, Dominik Sittig, Hans Stalder

Eine Ausstellung/Veranstaltung von:

kunsthalle-bern

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