Luxus am Nil – Spätantike Kleidung aus Ägypten

28.04.2019 – 10.11.2019

Schon in der Spätantike, vor mehr als 1500 Jahren, waren teure, reich verzierte Gewänder Zeichen eines aufwendigen Lebensstils. Mit ihnen wurden Würde, Rang und Anspruch zum Ausdruck gebracht. Gefunden wurden solche kostbaren Kleidungsstücke vor allem in Ägypten, wo sie im trockenen Wüstensand Jahrhunderte überdauern konnten. Die Sonderausstellung zeigt herausragende Zeugnisse dieses spätantiken Kleiderluxus.

Teure, reich verzierte Gewänder spielten schon vor mehr als 1500 Jahren eine wichtige gesellschaftliche Rolle. Mit ihnen konnte man Würde, Rang und Anspruch ausdrücken. Die sogenannte Tunika war das angesagte Kleidungsstück der damaligen Zeit, sozusagen ein Mode-Basic. Es handelt sich um ein gerade geschnittenes, hemdartiges Gewand, das mit und ohne Ärmel vorkam. Ähnlich wie heute Jeans und T-Shirt trugen es Frauen wie Männer aus allen Gesellschaftsschichten. Einen luxuriösen Charakter bekam das einfach geschnittene Teil durch die Kostbarkeit der verwendeten Materialien und Farben. Auch Anzahl und Feinheit der Verzierungen spiegelten den Wert einer Tunika.Die neue Sonderausstellung der Abegg-Stiftung präsentiert mehrere vollständig erhaltene Tuniken aus dem 5. bis 7. Jahrhundert, darunter solche aus schwerer Wolle und von imponierender Grösse. Damit kontrastiert eine Kindertunika aus hellem Leinen mit roten Schmuckelementen. Sie gehört dem Museum August Kestner in Hannover und wurde der Abegg-Stiftung zur Restaurierung anvertraut. Zudem sind zahlreiche kleinere Webstücke zu sehen, die einst als Schmuckbesatz auf Tuniken genäht waren. Mit ihren bunten Ornamenten und reizvollen figürlichen Darstellungen zeugen sie von der Vielfalt der spätantiken Luxuskleider.

Eine Ausstellung/Veranstaltung von:

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