Renate Dünki

05.10.2019 – 03.11.2019

In der Ausstellung zeigt Renate Dünki Werke aus ihrem vielseitigen Schaffen. Die gebürtige Konolfingerin präsentiert hauptsächlich ihre neuesten Arbeiten, welche teils auf hauchdünnen Papieren und in aufwändigen Prozessen entstanden sind. Die im wahrsten Sinne des Wortes vielschichtigen Blätter beeindrucken durch ihre Aesthetik und die harmonische Farbgebung. Bei der Betrachtung derer stellt sich eine Unentschlossenheit ein; soll man die Werke aus nächster Nähe oder aus grösserer Distanz betrachten? Beides stellt sich als ein visuelles Vergnügen heraus. Mich beschlich zuweilen gar das Gefühl, dass sich die Farben in Töne verwandelten!

Aber auch ältere Blätter sind in der kleinen, aber feinen Teilretrospektive zu entdecken. So z.B. die Fukushima-Serie, welche nach dem verheerenden Tsunami 2011, der damit verbundenen, nuklearen Katastrophe in Japan, entstanden ist. Die mit schwarzer Tusche , auf z.T. filigranstem Japanpapier entstandenen, düsteren und aufschreckenden Darstellungen stehen in krassem Kontrast zu den kürzlich entstandenen Arbeiten. Sie hielt auch den Afghanistankonflikt in drei Grafikblättern fest (Tiefdruck und Monotypie vereint). Ihr Rückblick auf gelebte Jahre arbeitete sie auf Blättern aus dem Antiquariat in den verschiedensten Techniken. Eine Arbeit, die unmittelbar nach dem 70. Geburtstag spontan, also ohne Vorsatz entstand. Zwölf Themen wurden angesprochen; Tatsachen, die der Künstlerin Leben beeinflussen.

Die in Lotzwil Lebende hat ihr zeichnerisches und malerisches Können, das solide Handwerk des Tiefdrucks und der Monotypie an der Schule für Gestaltung in Bern und bei dem international bekannten Drucker Tom Blaess erworben. Sie durfte bereits an nationalen und internationalen Ausstellungen teilnehmen, z.B. 2001 an der „International Biennal oft print art Bophal, Indien und 2005 an der 7. Jahresausstellung der Oberaargauer Künstler und Künstlerinnen im Kunsthaus Langenthal. Künstlerischer Ausdruck und solides Handwerk, eine Kombination, die leider etwas aus der Mode gekommen ist, nun erfreulicherweise zu betrachten im Museum Lotzwil.

Oeffnungszeiten jeweils Samstag undSonntag von 14 – 17 Uhr
Die Künstlerin ist teilweise anwesend.

Eine Ausstellung/Veranstaltung von:

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