Barbara Weber: verlassen – verurteilt – hingerichtet

04.09.2021 – 31.10.2021

Über die ebenso tragische wie berührende Geschichte der Barbara Weber aus Guggisberg, die anno 1813 vom Chorgericht Laupen als Kindsmörderin zum Tod verurteilt wurde, hat das Museumsteam von Schloss Laupen den Wehrgang und den Käfigturm für das Publikum erschlossen. Mit der neuen Ausstellung erhält das Museum eine beträchtliche, nicht nur sehens- sondern erlebenswerte Erweiterung.

Nebst der Geschichte von Barbara Weber erfahren die Besucher allerlei Wissenswertes rund um die Geschichte der Rechtsprechung und des Strafvollzugs. Im Käfigturm ist der gut erhaltene Mörderkasten zu sehen, in dem Barbara ihre letzten Wochen verbrachte. Ein Film erzählt die Geschichte der Verurteilten. In der ehemaligen Wohnung des Gefängniswärters können Auszüge aus Protokollen des Chorgerichts nachgelesen werden, welche nicht nur von Unzucht und Ehebruch, sondern auch von Trunkenheit oder Nichtstuerei handeln. Hörspiele nehmen das Publikum mit in die Verhandlungen und auch zum Verhör der Bauersleute aus Golaten, welche Barbara Weber zuletzt beschäftigt hatten. Im Dachstock des Käfigsturms kann der Besucher mehr über die Geschichte der Menschenrechte und die Rechtsprechung in den verschiedenen geschichtlichen Epochen erfahren. Eine Diashow ist auch dem Thema «Kindsmord in der Literatur» gewidmet. Der Strafvollzug und die Arbeit des Scharfrichters werden im Wehrgang des Schlosses thematisiert, von welchem aus man auch den Leuebielwald sieht, wo Barbara Weber enthauptet wurde.

Eine Ausstellung/Veranstaltung von:

schloss-laupen

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