Fragmente – Deckenmalereien von Adolf Wölfli

19.05.2021 – 26.02.2022

Die Fragmente der Deckenbemahlung des kleinen Zimmers von Wölfli stehen im Zentrum der Ausstellung. Nach 40 Jahren werden sie erstmals in einer Ausstellung wieder gezeigt, vorher hingen sie in den Hörsälen. Das Alltagsleben in der Waldau bildet den Hintergrund für kreative Tätigkeiten, nach der Arbeit und an Wochenenden wird musiziert, einander vorgelesen, gespielt, gezeichnet, modelliert, kunstvoll gestrickt – meistens mit der Verwendung von einfachen Materialien, was gerade verfügbar war (u.a. Bast, Gras, Restwolle, Packpapier, Holz, Speisekarten des Restaurants «Du Théâtre», Schreib- und Zeichenhefte).

Adolf Wölfli (1864-1930), in Bowil im Emmenthal geboren, Verdingbub im Schangnau, Internierung in der Waldau nach Notzuchtversuch mit der Diagnose Schizophrenie. Beginnt 1899 mit Zeichnen, erste erhaltene Werke von 1904. Hinterliess ein umfangreiches Werk von 25’000 Blättern, eine illustrierte Autobiographie, geographische und algebraische Blätter, Musik- und Zahlenbilder, Lieder, Tänze, Märsche. Der Nachlass befindet sich in der Wölfli-Stiftung im Kunstmuseum Bern.

Sammlung Morgenthaler. Wölfli gehört auch zu dieser Sammlung, die von Walter Morgenthaler durch sein Interesse an Zeichungen und Textblättern als diagnostische Elemente initiiert und zusammengetragen wurde. 5’000 Werke von Mitpatientinnen und Mitpatienten kommen zum Werk von Wölfli dazu. Es lassen sich vielfach Bezüge zu Arbeiten von Wölfli herstellen, die in der Ausstellung mit den ausgewählten Arbeiten unmittelbar erkennbar sind: Ornamente, Häuser, Landschaften, Gesichter, Farben, Papierqualität, Machart, Technik, etc.

Flyer zur Ausstellung „Fragmente“.pdf

Eine Ausstellung/Veranstaltung von:

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