Füürwehr. rette, hälfe, lösche

03.03.2019 – 16.11.2019

Mit der Sonderausstellung "Füürwehr" präsentiert das Dorfmuseum "Alter Bären" das ganze Spektrum der Blaulichtorganisationen. Neben der vielfältigen Arbeit der Feuerwehren werden auch die Themen Brandschutz, Brandermittlung sowie die Organisationen Samariter und First Responder vorgestellt.

Feuer und Naturkatastrophen brachten immer wieder Leid und Elend. So war es auch immer wieder ein Kampf gegen diese, nicht vorherzusehende, Ereignisse. Schon im Mittelalter gehörte die Feuerwehr mit dem Wachtdienst zu den Bürgerpflichten. So war es auch Pflicht der Hauseigentümer, mindestens einen tauglichen, ledernen Feuereimer mit den Initialen zur Verfügung zu haben. Ja sogar die Heirat war ohne Ledereimer nicht möglich. Schon 150 Jahre vor Christus wurden Spritzen erfunden die im römischen Reich durchwegs üblich waren.

Nicht nur Feuer-Ordnung
Alte Dokumente, die beweisen wie die Organisation, Reglemente und Vorschriften früher genutzt wurden und zum Teil heute noch umgesetzt werden, präsentiert die Sonderausstellung. In der Feuerordnung des Kanton Bern von 1819 steht zum Beispiel: «Den Oberamtmännern und den Gemeindsvorgesetzten befehlen Wir, genau Acht zu haben, dass gegenwärtige Verordnung in allen Theilen befolgt werde. Gegenwärtige Feuer-Ordnung soll gedruckt und im Anfange jedes Jahres an den Gemeindsversammlungen abgelesen werden.» Da das Löschwesen seit 1800 aber weitgehend Sache der Ortsgemeinden war, entstanden auch da die einzelnen Reglemente für jeden Löschbezirk. Diese Bezirke wurden im Laufe der Jahre mit der zunehmenden Technisierung aufgelöst und bilden heute zentrale, Schlagkräftige Einsatztrupps.

Zusammenarbeit der Blaulichtorganisationen
"Wenn das Feuer wirklich sichtbar oder ausgebrochen ist, so soll er durch die Strassen Feuer! Feuerjo! rufen und dadurch alle Ortsbewohner zur Hilfeleistung auffordern. Wird dies unterlassen und versucht, ein Feuer zu verheimlichen, so sollen sie mit Fr. 50.- oder 8 Tagen Gefangenschaft bestraft werden". Die Alarmpflicht jedes Einzelnen, wie in der Feuer-Ordnung von 1819 beschrieben, gilt eigentlich noch immer, nur wird dies nicht mehr so strikte angewandt. Zudem ist mit der zentralen und regionalen Alarmierung einiges einfacher geworden. So werden durch einen Anruf alle nötigen Blaulichtorganisationen aufgeboten. Die Zusammenarbeit der involvierten Organisationen klappt durch mehrfaches, gemeinsames Üben einwandfrei.

Samariter und First Responder gehören dazu
Bei vielen Feuerwehr-Einsätzen gehört der Einsatz der First Responder, der Sanität oder der Samariter dazu. Auch wie sich diese Organisationen entwickelt haben und heute, dank dem schnellen Einsatz sehr wertvoll mithelfen Leben zu retten, zeigt die Sonderausstellung. Viele Erinnerungen werden wach an früher absolvierte Erste-Hilfe-Kurse. Heute arbeiten die Samariter auch mit technisch stark verbesserten Geräten und können so besser reagieren.

Warum, weshalb, wieso, wer…
Nicht zuletzt ist vielfach auch die Polizei involviert und leistet vor allem wertvolle Dienste beim Verkehrsdienst. Eine Abteilung aber der Polizei befasst sich mit der Brandfahndung. Das heisst, das Dezernat Brände und Explosionen kann fast lückenlos jede Brandursache definieren. Selbstverständlich gehört anschliessend dazu, die Ursache oder aber auch den/die Täter zu ermitteln.

Gerne organisieren wir für Sie und ihr Team, ihre Firma oder ihre Organisation auch eine Führung ausserhalb der normalen Öffnungszeiten.
Rufen Sie uns an +41 31 791 00 98.

Eine Ausstellung/Veranstaltung von:

dorfmuseum-konolfingen

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