Paul Klee. Menschen unter sich

28.08.2021 – 22.05.2022

Paul Klee wird gemeinhin als weltabgewandter Künstler und Schöpfer fantasievoller Welten wahrgenommen. Die Ausstellung stellt sich dieser Wahrnehmung entgegen und zeigt auf, wie sich hinter der ironischen Fassade seiner Werke oft eine gesellschaftliche oder politische Dimension verbirgt. Dieser politische Aspekt zeigt sich als Reflexion über die Organisation des menschlichen Zusammenlebens.

Der Ausstellungstitel verweist auf Klees Vorstellung, als Künstler eine «überirdische» Perspektive einnehmen zu können. Quasi mit «zoologischem Blick» betrachtet er die Menschen als fremde Spezies, die es erst noch zu erforschen gilt, und fragt nach dem Wesen der menschlichen Gesellschaft.
Klees Interesse für den Menschen und die menschliche Gesellschaft zeigt sich vorwiegend in Klees Zeichnungen. Diese machen den Grossteil seines Schaffens aus. Klee sieht seine Zeichnungen nicht als Skizzen, sondern als vollendete Kunstwerke. Das Zeichnen war für Klee ein Weg, Gesehenes und Erlebtes in abstrahierter Form zu verarbeiten, aber auch ein Mittel, in Bildern zu denken und auf dem Papier imaginäre Welten zu erschaffen.

Bild: Paul Klee, Candide 7. Capitel «Il lève le voile d'une main timide», 1911, 63, Feder auf Papier auf Karton, 15,9 x 24,1 cm, Zentrum Paul Klee, Bern

 

Eine Ausstellung/Veranstaltung von:

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