No Dandy no Fun

17.10.2020 – 06.12.2020

Ein Dandy, wer soll das heute sein? Gibt es ihn überhaupt noch? Und wer braucht sie jetzt, diese elegante Figur, die mit einer Schildkröte an der Leine durch die Passagen von Paris flaniert? Das angestaubte Bild aus Maßanzug, Champagner und gleichgültiger Miene wirkt aus der Zeit gefallen. Doch dahinter verbirgt sich eine Haltung, die wieder verheißungsvoll erscheint. Während sich die selbstbezogenen Weltsichten darin überschlagen, für den Glauben an die eigene Identität gegen den Rest zu kämpfen, leistet sich ein Dandy den Luxus, keine Meinung zu haben und ohne fixierte Eigenschaften zu bleiben. Statt seine subjektive Gefühlswelt zu pflegen und sich durch deren Reaktion manipulieren zu lassen, betrachtet er sich kühl als formbares Objekt, wendet sich von der Selbstgewissheit ab, um künstlich zu werden. 
No Dandy, No Fun folgt den Wandlungen dieses Modellcharakters aus dem 19. Jahrhundert in die Gegenwart und zeigt Facetten dieser multiplen Biografie. Die Reihe der Momentaufnahmen dieser Entwicklungsgeschichte eines konzeptuellen Charakters erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Mit: Mit Kai Althoff, Lutz Bacher, Kévin Blinderman / Pierre-Alexandre Mateos / Charles Teyssou, Marcel Broodthaers, Ursula Böckler, Marc Camille Chaimowicz, Hanne Darboven, Stephan Dillemuth, Victoire Douniama, Lukas Duwenhögger, Cerith Wyn Evans, Sylvie Fleury, Andrea Fraser, Sophie Gogl, Gogo Graham, Jos de Gruyter & Harald Thys, David Hammons, Birgit Jürgenssen, K Foundation, John Kelsey, Michael Krebber, Miriam Laura Leonardi, David Lieske, Mathieu Malouf, Ulrike Ottinger, Mathias Poledna, Raymond Roussel, Heji Shin, Reena Spaulings, Sturtevant, Bernadette Van-Huy, James McNeill Whistler, Virginia Woolf u.a..

Eine Ausstellung/Veranstaltung von:

kunsthalle-bern

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