mmBE Inventar / KIM.ch – Inventarisieren mit Aussicht

mmBE Inventar ist eine Förderinitiative des Vereins der Museen im Kanton Bern (mmBE). 2017 mit einem Pilotprojekt angelaufen, ist mmBE Inventar seit 2018 Teil der Leistungsvereinbarung zwischen mmBE und der Erziehungsdirektion des Kantons Bern und wird ab 2021 in das interkantonale Projekt zur Kulturgüterdokumentation KIM.ch integriert.

Mit mmBE Inventar fördert und unterstützt mmBE die professionelle Erfassung der Museumssammlungen des Kantons Bern mit dem Ziel, die Bestände und das damit verbundene Wissen nachhaltig zu sichern, zu bewirtschaften und vernetzt zugänglich zu machen. Die Initiative setzt auf die gezielte Nutzung der Digitalisierung für den Erhalt und die Vermittlung des Kulturerbes.

Im Zentrum steht die standardisierte Erfassung der Museumbestände durch eine gemeinsame, zentral verwaltete Datenbanklösung. Diese erlaubt ein zentralisiertes Hosting, die koordinierte Weiterentwicklung und schliesslich die Realisierung einer gemeinsamen Portallösung zur Online-Präsentation der Objekte. Durch die Standardisierung wird zudem erreicht, dass die Bestände mit weiteren nationalen und internationalen Objektdatenbanken kompatibel sind und in grössere Portale eingespiesen werden können.

mmBE Inventar setzt auf Anwenderfreundlichkeit, Kompatibilität, Nachhaltigkeit, Vernetzung und Sicherheit.
mmBE Inventar basiert auf den Datenbanklösungen CultureWeb und Imdas Pro. mmBE Inventar wird vom Institut für Informationssysteme der JOANNEUM RESEARCH (Forschungsgesellschaft mbH) in Kooperation mit mehreren regionalen Museumsverbänden entwickelt und bereitgestellt.

Die Datenbanklösung ist webbasiert und verlangt dadurch keine lokalen Software-Installationen. Der Zugang zur Datenbank ist ortsunabhängig. Der Zugriff erfolgt über personalisierte, passwortgeschützte Zugänge. Je Nutzer/in können individuell Rechte vergeben werden.

Die Wartung des Systems sowie die Einspielung von Updates erfolgen zentral, ebenso das Hosting und die Sicherung der Daten und die Aufnahme in das Portal. Gleichzeitig behält jedes Museum die volle Kontrolle über sein Daten, entscheidet über die Zugriffsrechte und den Umfang der Veröffentlichung der Objektdaten. Datenimporte sowie -exporte ohne Informationsverlust werden gewährleistet.

mmBE Inventar kommt insbesondere kleineren und mittleren Institutionen entgegen, denen zu oft die Ressourcen und das Know-How fehlen, die Möglichkeiten der Digitalisierung gezielt zu nutzen. Insellösungen, veraltete Systeme und Datenverluste machen vielerorts zu schaffen. An einen Austausch unter den Sammlungen oder deren Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit ist nicht zu denken. mmBE entlastet und ermöglicht die Konzentration auf die Kernkompetenzen der Museen: die Erfassung und Dokumentation unseres Kulturgutes.

Ab 2021: mmBE INVENTAR WIRD INTERKANTONAL!
Das gemeinsame Kulturgüterprojekt der Kantone Aargau, Basel-Landschaft, Bern und Solothurn ist angelaufen. Mit der Einführung von mmBE Inventar hat sich mmBE auf diesen Schritt vorbereitet. Ziel ist der weitere Auf- und Ausbau der vernetzten Erfassung und schliesslich Veröffentlichung der Sammlungsbestände. In Zusammenarbeit mit den Regionalverbänden der beteiligten Kantone werden die Sammlungsdatenbanken nun zusammengeführt.

Museen, die bereits bei mmBE Inventar mitmachen, werden automatisch mitgenommen. Für den Einstieg in die vereinte Datenbank steht in der Pilotphase zudem je Kanton ein begrenztes Kontingent für die Teilnahme weiterer Museen zur Verfügung. Dies schliesst auch Museen ein, die bei ihrem Erfassungssystem bleiben, ihre Daten aber über das gemeinsame Sammlungsportal präsentieren wollen. Weitere Informationen

Museen, die sich für einen Kontingentplatz interessieren, sind gebeten, sich bei der Geschäftsstelle mmBE zu melden.

Da es bis zur Aufschaltung des interkantonalen Portals noch dauert, erhalten die Museen, die bereits bei mmBE Inventar dabei sind, die Möglichkeit, ihre Objekte schon bald in einem mmBE Katalog online zu präsentieren.

Kickoff-Treffen mmBE Inventar goes KIM.ch

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