Kultur gegen Krieg

mmBE unterstützt vollumfänglich die Stellungnahme des Verbands der Museen der Schweiz und ICOM Schweiz

Gemeinsam verurteilen wir den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine aufs Schärfste. Wir sind zutiefst bestürzt über die zunehmende Gewalt gegen die Zivilbevölkerung und die sich dramatisch verschlechternde humanitäre Lage.

Unsere Solidarität gilt der ukrainischen Zivilbevölkerung, die Unvorstellbares erleidet. Moralisch unterstützen wir jene Kräfte in Russland, die sich trotz drohender Strafen gegen das Regime stellen und sich öffentlich gegen den Krieg einsetzen.

Indem Kulturinstitutionen weltweit ihre Stimme erheben und aktiv werden, können sie nicht nur ihrer Solidarität Ausdruck verleihen, sondern auch einer Verzerrung der Geschichte entgegenwirken. Wir rufen die Museen dazu auf, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu engagieren und mit ihren wissenschaftlich fundierten Daten mitzuhelfen, die Geschehnisse einzuordnen und Fake News auszuhebeln. Genau darauf zielt auch die Erklärung des International Committee of Historical Science ab, die von der Schweizerischen Gesellschaft für Geschichte (SGG) mitgetragen wird.

Aufgrund der bisherigen Beobachtungen muss befürchtet werden, dass das kulturelle Erbe der Ukraine bereits Schaden genommen hat und zum Ziel weiterer Angriffe werden könnte. Wir schliessen uns daher mit Nachdruck dem Aufruf von ICOM International und der UNESCO an, die Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut zu achten.

Stellungnahmen

Statement VMS und ICOM Schweiz [PDF]

Statement von ICOM International

Statement von ICOM Europe

Statement International Committee of Historical Sciences (ICHS)

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Wachsamkeit gegenüber illegalem Handel
Erschütternde Vorfälle in Afghanistan, Syrien, Jemen oder im Irak zeigten, dass die gezielte Zerstörung von Kulturerbe je länger je mehr zum taktischen Instrumentarium in bewaffneten Konflikten zählt. Der illegale Handel mit geplünderten Kulturgüter wird dabei zur Einnahmequelle von Kriegsparteien. Die Befürchtungen sind gross, dass sich Ähnliches auch in der Ukraine wiederholt. VMS und ICOM Schweiz rufen die Museumsfachleute daher auf, weiterhin wachsam zu sein und im Verdachtsfall zu reagieren (siehe auch: Red List Database von ICOM).

Aufruf zur Mithilfe bei Erstellung der Kontaktlisten für die Ukraine
VMS und ICOM Schweiz fokussieren derzeit auf die Koordination bereits angelaufener Hilfsaktionen sowie auf die Vernetzung der entsprechenden Akteure. Dies erfolgt in enger Abstimmung unter anderem mit ICOM Polen und ICOM Deutschland sowie mit dem Bundesamt für Kultur. Wir bitten Sie, sich mit der Geschäftsstelle in Verbindung zu setzen, wenn Sie über Beziehungen zu Kulturinstitutionen oder Museumsfachleuten in der Ukraine verfügen, damit wir die Kontaktliste laufend ergänzen und/oder Sie direkt darin unterstützen können, bilaterale Initiativen umzusetzen oder mögliche Finanzierungspartner zu finden.

ICOM Polen startet Fundraising für geflüchtete Museumsfachleute
ICOM Polen hat beschlossen, sich auf die Bedürfnisse der Museumsmitarbeitenden zu konzentrieren, die in Polen Zuflucht finden. Mit Unterstützung des ICOM-Generalsekretariats richtete ICOM Polen ein ukrainischsprachiges Büro ein und begann, die in den polnischen Städten verstreuten Personen zu finden, um ihnen individuelle 3-Monats-Stipendien zu gewähren. Ein entsprechender Aufruf für Spendensammlung finden Sie nachfolgend.
Mehr Informationen [PDF]

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Zeichen der Solidarität
Im In- und Ausland setzen Kulturinstitutionen aller Sparten Zeichen der Solidarität und gegen den Krieg, sei es mit Veranstaltungen, visuellen Zeichen, Spenden, Benefizanlässen, oder Kampagnen. Zusammen mit dem VMS und ICOM Schweiz ist es auch mmBE ein Anliegen, dass sich die Museen auch in dieser Situation vernetzen und dass wir gegenseitig auf Initiativen und Möglichkeiten aufmerksam machen, um das Band der Solidarität sichtbar zu machen, zu stärken und nicht abreissen zu lassen.

#StandWithUkraine
#kulturgegenkrieg
#krieginderukraine
#StandUp4Democracy
#нетвойне

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Aufruf der Bildungs- und Kulturdirektion des Kantons Bern
Die Bildungs- und Kulturdirektion des Kantons Bern ruft die Kulturinstitutionen auf, sich nach Möglichkeit zu engagieren, Begegnungsorte zu schaffen und auch Kulturangebote für Flüchtlinge aus der Ukraine bereit zu stellen. Appell der Bildungs- und Kulturdirektion des Kantons Bern (PDF)

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Spendentage und Anlässe
Verschiedene Museen im Kanton Bern lancierten und lancieren Benefiz-Veranstaltungen oder «Pay what you want»-Tage und setzen die Einnahmen für Spenden an die humanitäre Hilfe ein.

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Benefizkonzert des Berner Symphonieorchesters am 16. März 2022
Am Mittwoch, 16. März. 2022 fand um 19.30 Uhr im Casino Bern ein Benefizkonzert des Berner Symphonieorchesters zugunsten humanitärer Hilfe für die Ukraine statt. Der ehemalige Chefdirigent und Ehrendirigent des Berner Symphonieorchesters Mario Venzago dirigierte zu diesem Anlass Beethovens 9. Symphonie. Sämtliche Ticketerträge flossen vollumfänglich in die humanitäre Hilfe, da sich alle Mitwirkenden und Institutionen ehrenamtlich engagierten.

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Unter dem Hashtag #kulturgegenkrieg breitet sich ein virtuelles Band der Solidarität über die Facebook-Kanäle von Museen, Archiven und weiteren Kulturinstitutionen der ganzen Schweiz aus.

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Unter dem Motto #LightForPeace2022 hat sich die Veranstaltungsbranche in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Liechtenstein zusammengeschlossen und am 3. März 2022 zahlreiche Gebäude in Regenbogenfarben getaucht. Unter vielen anderen leuchteten auch Schloss Burgdorf und das Stadttheater Bern für den Frieden.

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Links und Linksammlungen mit Informationen

Die nachfolgende Sammlung von Links und Initiativen aus dem Kulturbereich wird laufend ergänzt. Entsprechende Hinweise nehmen wir gerne per Mail entgegen.


Verschiedene Kultur- und Bildungsinstitutionen, Archive und Zusammenschlüsse haben ebenfalls Links und Linksammlungen mit Informationen zur aktuellen Situation und ihren Hintergründen zusammengestellt.

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