(k)eine halbe Sache

25.04.2026 – 25.10.2026

Es heisst nicht, dass aufgespaltenes nur halb so viel wert ist. Im Gegenteil! Aufgespaltene Weiden z.B. können so fein hergerichtet werden, dass man damit wahre Kunstwerke anfertigen kann. Dazu werden sie mit einem Handspalter oder mit der speziell dafür konzipierten Spalt- und Hobelmaschine in 3 oder 4 Teile aufgespalten und auf die gewünschte Dicke und Breite gehobelt. Das Aufspalten ist natürlich auch bei anderem Material möglich, um es flechtbar zu machen. Bambus, Fichte und Kastanie lassen sich aufgespalten gut verflechten. In Krisenzeiten spaltete man das Flechtmaterial sogar auf, um damit mehr herstellen zu können. An der Sonderausstellung «(k)eine halbe Sache» sehen sie diverse Exponate aus gespaltenem Flechtmaterial und erfahren, wie dies hergerichtet wird, damit es verflochten werden kann. Findige BesucherInnen werden sicher auch das kleinste Körbchen entdecken, welches von Waldemar Backert aus Michelau (D) mit feinsten Weidenschienen und viel Fingerspitzengefühl hergestellt wurde.

Eine Ausstellung/Veranstaltung von:

flechtmuseum-thun