Berner Museumsgeschichten

Was wächst im Museum?

In der Museumsstrasse im Zentrum Paul Klee stehen jeden Frühling kleine Setzlinge in Töpfen. Sie sind beschriftet und für Besucher:innen frei sichtbar. Angebaut werden unter anderem Tomaten, Kürbisse und Chilis.

Die Pflanzen gehören zum Gemeinschaftsgarten «paul&ich». Sie werden von Menschen aus dem Quartier vorgezogen und später im Garten eingepflanzt. Die Phase im Museum ist Teil dieses Prozesses.

Die Setzlinge stehen bewusst im öffentlichen Bereich. Sie machen sichtbar, was sonst ausserhalb des Museums stattfindet, und verbinden den Innenraum mit dem Garten im Aussenraum.

Besucher:innen reagieren unterschiedlich: Einige gehen vorbei, andere bleiben stehen, lesen die Beschriftungen oder kommen ins Gespräch.

Die Setzlinge sind Teil eines laufenden Prozesses. Sie zeigen, dass im Museum nicht nur fertige Ergebnisse präsentiert werden, sondern auch Entwicklungen sichtbar werden können.

Text: Eva Schuler, Leitung Partizipation & Kulturelle Teilhabe, Zentrum Paul Klee; Foto © Zentrum Paul Klee